Auf den ca. 30 Hektar Grünland werden von uns Limousinrinder, Islandpferde und Scottish Blackface Schafe artgerecht zusammen gehalten.

Der Boden unserer Weiden ist felsig und sandig aufgebaut und bietet eine nur geringe Humusauflage. Das Gelände hat zum Teil eine starke Hangneigung und ist maschinell nicht einfach zu bearbeiten. Wo es möglich ist wird es zur Heugewinnung genutzt, was jedoch etwas mühsamer und aufwendiger als im Flachland ist. Durch die extensive Nutzung und die Artenvielfalt der Kräuter und Gräser erhalten wir aber ein vorzügliches Heu für die Winterfütterung unserer Nutztiere. Teilflächen, die zu steil sind, werden vom Frühjahr an als Weide genutzt, bzw. sind fest eingezäunt und werden nur von den Schafen beweidet.

Scottish Black Face Schafe

Mettlenhof Black Face Schafe 02

Scottish Black Face Schafe sind robuste, gehörnte Schafe, die ursprünglich aus dem rauen Schottland stammen. Sie werden ganzjährig im Freien gehalten und ernähren sich ausschließlich von Gras oder Heu im Winter. Ansonsten wird nichts zugefüttert. Ihren zusätzlichen Mineralbedarf decken die Schafe an Minerallecksteinen mit Biozertifizierung, der Ihnen immer zur Verfügung stehten.

Blackys, wie sie liebevoll genannt werden, sind sehr robust und gesund und leben meist in Koppelhaltung. Sie haben nicht den ausgeprägten Herdenzusammenhalt wie deutsche Landschafe, sondern bilden gerne kleine Familiengruppen.

Die isolierte Haltung auf der abgeschlossenen Waldlichtung, auf der sonst keine Schafe durchkommen, ermöglicht einen minimalen Medikamenteneinsatz. Die Schafe werden zweimal jährlich entwurmt, die Schlachtlämmer praktisch gar nicht. Die Lämmer werden im Februar und März geboren. Bis zum Abschluss der Heuernte werden alle Schafe auf einer abgeschlossenen Winterkoppel gehalten, deren Aufwuchs für die Mutterschafe bis Juni ausreicht.

Dann, etwa ab Juli nach der Heuernte wechselt die ganze Schafherde auf der gesamten Lichtung frei zwischen den Koppeln, welche für Rind und Pferd abgeschlossen sind. Die Schafe kommen jedoch problemlos unter den Innenzäunen durch und ziehen dann über die kräuterreichen Weiden und suchen sich das Beste raus. Diese Mischbeweidung ist ideal für den Mettlenhof.

Die Schafsgarbe kommt bei uns sehr häufig vor und wird von den Blackface Schafen heiß geliebt. Sie suchen selektiv nach diesem Lieblingskraut und fressen sich, bis der Schnee einsetzt, an diesen Leckereien satt.

Schöner und freier kann ein Schafsleben kaum sein.

Limousin Rinder

Mettlenhof Limousin Rinder 01

Limousin Rinder werden bei uns als kleine Mutterkuhgruppe gehalten. Unsere Kühe sind bewusst mittelgroß, da dies besser für die Grasnarbe ist. Momentan besteht die  Gruppe aus vier Mutterkühen und einem Bullen, sowie einigen weiblichen Kälbern und vier Ochsen. Die jungen Stierkälber werden vor der Geschlechtsreife kastriert, damit sie im Herdenverband bleiben können.

In den Sommermonaten wechseln die Jungtiere dann auf die Gemeinschaftsweide in Gersbach, wo das gesamte Jungvieh der Gemeinde auf den Weiden des Weidevereins Gersbach gehalten wird. Die Weiden werden nicht gedüngt und entsprechend artenreich ist der Aufwuchs. Dies entlastet die Weiden des Mettlenhofes und bringt auch für uns eine erhebliche Arbeitserleichterung.

Die Rinder hier auf dem Mettlenhof wechseln in der Weidesaison immer als erstes auf die Koppeln mit dem meisten Grasnachwuchs. Nachdem sie das schönste herausgefressen haben, bekommen sie Gesellschaft von den Islandpferden, die die Koppel dann sauber fressen. Rinder und Pferde fressen jeweils die  „Geilstellen“ der anderen Gattung sauber. Das heisst eine Kuh frisst nicht in der Nähe eines Kuhfladens, wo das Gras zwar durch den Dung intensiv wächst, aber eben auch Rinderparasiten sind,  die durch die Kuh über den Kot ausgeschieden wurden. Das Pferd, dem die Parasiten der Kuh nichts anhaben können, frisst gerne das fette Gras an den Dungstellen der Kuh. Im umgekehrten Falle verhält es sich mit den Pferdeäpfeln gleich, in deren Nähe die Pferde das Gras nicht fressen, die Kuh es aber gerne aufnimmt. Durch diese wechselseitige Beweidung sind die Wiesen auf dem Mettlenhof immer sauber abgegrast und es entsteht keine einseitige Artenvermehrung. Die Schafsgarbe, die Rind und Pferd verschmähen, holt sich dann das Black Face Schaf.

Islandpferde

Mettlenhof Islandpferde 08

Islandpferde werden aus Liebhaberei und Passion seit  nahezu 20 Jahren von uns gehalten und gezüchtet. Sie sind ein fester Bestandteil unseres Lebens, wie alle unsere Tiere. Sie geben uns als Ausgleich zur Arbeit viel Freude, egal ob unter dem Sattel, auf der Weide oder abends im Stall. Es gib nichts erholsameres als die Freizeit mit dieser tollen Pferderasse  zu verbringen. Wir belegen unsere ausgesuchten Zuchtstuten immer mit den besten Hengsten. Welcher das ist und zu welcher Stute er passt wird an den langen Winterabenden ausdiskutiert und beschäftigt uns lange Zeit bis die Entscheidung dann in die Tat umgesetzt wird. Voller Spannung werden dann die Fohlen im frühen Sommer erwartet und es ist jedes  Jahr die aufregendste Zeit,  wenn die Fohlen kommen.

Ist es ein kleiner Hengst oder ein Stutfohlen ?

Welche Farbe kommt raus ?

Sind die Gänge so wie vor der Anpaarung geplant ?

Das sind die Fragen, die uns jedes Frühjahr beschäftigen und die Freude ist bei jedem Fohlen riesig, egal wie es rauskommt.

Border Collies

Mettlenhof Bordercollies 02

Seit nunmehr 16 Jahren arbeiten wir mit dieser tollen Hunderasse. Wir hatten schon immer Hunde, haben sie immer geliebt, aber unsere Borders sind uns unersetzbar. Die Nutztierhaltung hier auf dem Mettlenhof wäre in der praktizierten Form ohne unsere Borders nicht möglich. Der Hüteinstinkt, der unermüdliche Arbeitseifer, die Hartnäckigkeit und der Durchsetzungseifer am Vieh zeichnen diese Hunde aus. Neben dem Nutzen den Sie uns und dem Hof bringen, sind sie unsere besten Freunde. Wir leben eng mit unseren Hunden zusammen und möchten keinen von ihnen missen.

Wild

Das Gras unserer Weiden wird natürlich auch vom freilebenden Wild der Umgebung genutzt. Es kommen neben Rehwild auch Gämsen aus dem Wehratal bis an unsere Weiden. Fuchs und Dachs kommen häufig vor und insbesondere der Fuchs besucht uns fast täglich und patrouilliert auf unseren Weiden. Das ist schön zu beobachten, jedoch auch eine Gefahr für die Lämmer im Frühjahr, die wir zu berücksichtigen haben.

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